No pain no gain – Ein Lachen, atmen und ganz viel Sein :)

Ich habe auf das heutige Datum geschaut und bin ein Jahr zurück gegangen...und mit einem Lächeln und vollkommenen Wow-Gefühl wieder aufgetaucht!



Vor einem Jahr, Tag drei innerhalb meines ersten 10-tätigen Vipassana Seminar auf Sri Lanka. Tag drei, an dem eine innere Stimme mir immer wieder sagte:

„Mädel, was machst DU HIER eigentlich? Du bist mitten auf einer wunderschönen Insel und setzt Dich FREIWILLIG gute 10 Stunden täglich zum meditieren hier? Während draußen um Dich herum das LEBEN pulsiert!? Also ich kann Dich wirklich nicht verstehen...und ich soll hierbei noch mitmachen. Einatmen, ausatmen...ja genau. Wir könnten raus gehen. Leckeres Essen probieren, in der Wildnis toben, Wellen reiten, Bücher lesen, den KÖRPER BEWEGEN! Yoga machen – schau mal, sogar Yoga verbieten sie uns hier. Des ist doch unglaublich. Das ist doch kein Platz an dem DU sein willst. Komm schon, lass uns woanders hingehen...“

(ja, man kann durchaus beginnen, solche inneren Dialoge zu führen, wenn man seit drei Tagen jeden Tag 10 Stunden meditiert und man vor lauter Wehwehchen im Körper gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist :P)

In diesen Momenten habe ich mich zurück zur Atmung geholt, ganz so, wie es Goenka in seiner Technik erklärt. Die Stimme wurde leiser bis sie verstummte, der Körper und das was wirklich ist wurde klarer. Ich habe jeden körperlichen Schmerz, den ich all die Jahre durch unterdrückte negative Emotionen angesammelt habe, gespürt. Tag sechs war eine körperliche Odysse: um Gold zu ernten, müssen andere Dinge zunächst gesiebt und verbrannt werden. Oder auch einfach: no pain, no gain (Kein Schmerz, kein Gewinn). Tag sieben: wie ausgewechselt. Keine körperlichen Schmerzen, nur Klarheit, wo der Schmerz sitzt. Keine Zuordnung von den negativen Emotionen, aber das Wissen, mein Körper speichert, was ich zu den Zeiten, als es aufgetreten ist, noch nicht verarbeiten konnte als negativen Schmerz und letztendlichen physischen Leiden ab.

Tag zehn: back to reality! Wahnsinn, das Leben pulsiert tatsächlich. In mir, um mich, in jeder Millisekunde. Dankbarkeit für das Erspüren, die Nüchternheit.

Flashback: no pain no gain. Vor zwei Tagen von Sheshadri hier gehört. Ein Lachen geht über meine Lippen als ich das höre – und tief ein und ausatmen im nächsten Moment. Mich ins Hier und Jetzt holen. Und sehen, das was ich als Schmerz gerade empfinde, ist im nächsten Moment durch Akzeptanz und Freude nur noch ganz nichtig klein. Ein weiteres Lachen und Staunen, wie einfach es doch manchmal sein kann, wenn wir über den Rand springen. Und ich kann weiter gehen. Weiter mich auf das einlassen, was kommt. Was sich mir zeigt. In Vertrauen. In Freude. Im Gewinn.


Tag eins nach einem Jahr: ich sitze hier, in Mysore. Ein Jahr voller Erlebnisse in mir. Reisen, Lehrgänge, Trainings, Lachen, Weinen, Zusammensein mit anderen, Sein mit mir, Zweifel, Zuversicht, innerer enormer Antrieb, Dankbarkeit, Freude, Glück, träumen....und erkennen es ist Wirklichkeit, die erschaffen wird. Wohoooochakalakabambam - *Freudentanz* :D

Ein Jahr. Ein Körper. Ein Geist. Ein jetziges Leben. 7 Tage die Woche, 24 Stunden jeden Tag, im Schnitt 15 Atemzüge pro Minute, 21.600 Atemzüge pro Tag: ein und aus. Hier und Jetzt. SO HAM - und all das, was wir uns als Konstrukt von Raum und Zeit geben, wird dann sowieso nichtig und klein ;)

Wie wunderbar doch die Natur ist! :) Feier sie jeden Tag! Geh' raus, lass Deinen Verstand platzen, mit der unglaublichen Natur um Dich, in Dir und SEI einfach!

Atme – das ist es! Du bist wunderbar! :* Namaste!

Denn: sei neugierig und starte Deine Entdeckungsreise!

Deine moksana

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